Die Schufa und ihr Einfluss auf Kreditanträge und Vertragsabschlüsse

Die SchufaDie Schufa ist gleichzeitig Fluch wie Segen. Für Verbraucher mit negativen Einträgen im Register ergeben sich gravierende und sich durch das gesamte Leben ziehende Nachteile. Für Unternehmer und Vertragspartner ist die Schufa die Informationsquelle, um mehr über einen Kunden zu erfahren und seine Zahlungsmodalitäten kennenzulernen. Niemand kann Eintragungen in der Schufa verhindern, da nicht nur Schulden sondern auch eine Vielfalt weiterer Details über jeden Verbraucher gespeichert werden.

  1. Was ist die Schufa?
  2. Wie ist die Schufa entstanden?
  3. Welchen Nutzen hat die Schufa?
  4. Welche Daten werden bei der Schufa gespeichert und was ist deren Herkunft?
  5. Hat ein Haftbefehl Auswirkungen bei der Schufa?
  6. Wie kann ich meine Daten bei der Schufa einsehen?
  7. Was sind Schufa Fachbegriffe?
  8. Was sagen der Schufa Score und das Schufa Ranking aus?
  9. Was tun bei falschen Schufa Einträgen?
  10. Wann werden Schufa Einträge gelöscht?
  11. Was ist die Schufa-Klausel?
  12. Was ist von schufafreien Krediten zu halten?
  13. Wann ist einen Umschuldung möglich?
  14. Was ist bei einer Umschuldung zu beachten?
  15. Wie ist Ablauf einer erfolgreichen Umschuldung?
  16. Privatinsolvenz – Ein Weg aus den Schulden
  17. Fazit:

Was ist die Schufa?

Die Schufa – Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist die größte Wirtschaftsauskunft in Deutschland. Sie entscheidet über die Kreditwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Verbrauchern, gibt Auskunft über die Zahlungsmoral und Zahlungsmodalität von Bundesbürgern. 

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Zugleich gilt die Schufa als größte Datensammelstelle Deutschlands und verfügt über tiefgreifende und persönliche Informationen von Verbrauchern. Nicht nur zu spät oder nicht bezahlte Rechnungen und Schulden, sondern auch Auskünfte über Girokonten und Kreditverträge, über in Anspruch genommene Leasingangebote oder Kreditanfragen und frühere sowie aktuelle Handyverträge sind bei der Schufa gespeichert. Zusätzlich können alle Daten zum aktuellen Wohnsitz und früheren Wohnsitzen erfragt und über die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung abgerufen werden. Lediglich Daten zum regulären Einkommen und dem Job dürfen von der Schufa nicht erfasst und an Dritte herausgegeben werden.

Bei der Schufa handelt es sich um den am häufigsten kontaktierten Ansprechpartnern von Vermietern und Kreditgebern, von Mobilfunkbetreibern und Verkäufern auf lokaler Basis und im Internet. Wer etwas über einen potenziellen Kunden in Erfahrung bringen und dessen Zuverlässigkeit prüfen möchte, fragt bei der Schufa an und erhält umfangreiche Informationen zur jeweiligen Person. Als größter Auskunft-Geber über Privatpersonen verfügt die Schufa unter Verbrauchern und beim Verbraucherschutz nicht über den besten Ruf. Denn wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, sind nicht alle Eintragungen berechtigt und der Schufa Score, also die eigentliche Basis zur Kreditwürdigkeit und Einstufung der Bonität nicht immer richtig. Die Tätigkeit der Schufa basiert nicht nur auf der Sammlung umfangreicher Daten sondern in gleicher Weise auf der Prognostizierung zukünftiger Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit des Verbrauchers. Aus diesem Grund können sich „Altlasten“ als Hindernis erweisen und müssen in einem direkten Zusammenhang mit dem aktuellen finanziellen Background und der Zahlungsmoral stehen.

Neben ihrer eigentlichen Funktion ist die Schufa eine für viele Bundesbürger unüberwindbare Barriere, was sich nicht zuletzt aus den Prognosen im zukünftigen Zahlungsverhalten ergibt. Die Bewertung erfolgt alleinig über die aus der Vergangenheit gespeicherten Daten und geht nicht von menschlichen Irrtümern oder Fehlern, sondern von einem Vorsatz aus. Auch wenn es um die Schufa herum eine Vielfalt kleinerer und weniger bekannten Wirtschaftsauskunftsakteien gibt, gehört der Schufa das Monopol auf deutschem Boden. Ein schlechter Score im Register nimmt Einfluss auf das gesamte Leben und lässt sich auch bei langjährigem Wohlverhalten und der Entfernung falscher oder abgegoltener Einträge nicht aus der Agenda streichen. Aus diesem Grund suchen immer mehr Verbraucher nach Möglichkeiten ohne die Schufa und nach Verträgen, für die eine Abfrage bei der Wirtschaftsauskunftsaktei nicht im Vordergrund steht.

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Wie ist die Schufa entstanden?

Die Schufa verfügt über eine traditionsreiche Geschichte und wurde bereits im Jahr 1927 gegründet. Ihre Geschichte begann mit dem ersten Finanzierungs- und Teilzahlungssystem, welches vom Berliner Energieversorger BEWAG ins Leben gerufen und für Privatkunden angeboten wurde. 

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Nachdem sich die Prüfung der Kreditwürdigkeit vorerst auf die Kunden der Berliner Elektrizitätswerke konzentrierte, geriet die Methode der Bonitätsprüfung alsbald branchenübergreifend ins Gespräch. Die Brüder Meyer bauten einen Kreditschutz auf Gegenseitigkeit auf und träumten von einem zentralen Archiv mit Zugang für alle Banken und Verkäufer, Vertriebsunternehmen und Händler. Das Konzept Schufa war geboren und bezog sich auf die Sammlung sämtlicher Daten von Verbrauchern die Verträge abschlossen, Rechnungen verspätet bezahlten oder Kreditraten nicht pünktlich an die Bank überstellten. Bei Firmen und Verbänden stieß die Schufa auf reges Interesse und wurde sehr bald vom Kleinunternehmen zum Selbstläufer. Anfänglich bestand noch die Schwierigkeit, dass nicht alle Kreditgeber Meldung erstatten und die Schufa mit Daten speisten. Am 1. April 1927 nahm die Schufa unter Geschäftsführung von Dr. Kurt Meyer ihre Tätigkeit auf und ist seitdem unaufhaltsam gewachsen.

In den 30erJahren verbreitete sich dieses Geschäftsmodell im gesamten deutschen Reich und führte dazu, dass außerhalb Berlins auch in Düsseldorf und Hamburg, in München, Bad Kreuznach und Köln sowie in Mannheim und Frankfurt am Main eigene Schufa Verbände gegründet wurden. Im zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz der Berliner Schufa vollständig zerstört, wodurch auch jegliche Daten der Verbraucher abhanden kamen. Eine Neugründung war nötig und ließ nicht lange auf sich warten. Im Jahr 1952 war es soweit und der Bundes-Schufa e.V. erblickte als Nachfolger der Berliner Schufa in Hannover das Licht der Welt. Nun gab es keine einzelnen Schufa Verbände mehr, da der e.V. einen Zusammenschluss aller Schufa Dienstleister in die Wege leitete und seinen Firmensitz nach Wiesbaden verlegte. Noch heute sitzt die Zentrale der Schufa in Wiesbaden und beantwortet von diesem Standort aus alle eingehenden Fragen zu Verbrauchern aus dem gesamten Bundesgebiet. Im Jahr 1972 wurde die erste EDV-gestützte Schufa Auskunft erteilt und ein Grundstein für die heute vollständig elektronische Verarbeitung der Daten gelegt. Im Jahr 1978 wurde das Bundesdatenschutzgesetz ins Leben gerufen, sodass fortan nicht nur Unternehmen und Kreditgeber, sondern auch in der Schufa stehende Bundesbürger selbst das Anrecht auf eine Auskunft über ihre Eintragungen haben.

Als die klassische Karteikarte im Jahr 1983 ihr Ende fand und die Datenfassung vollständig auf den elektronischen Weg gebracht wurde, beschleunigte sich die Auskunftseinholung bei der Schufa enorm. Mit der Wende und der Wiedervereinigung Deutschlands wurden erstmalig auch ostdeutsche Verbraucher in der Schufa registriert. 1996 gewann der Score an Bedeutung und fortan spielten nicht nur die eingetragenen Daten, sondern auch deren Umwandlung in prognostische Zahlen eine wichtige Rolle in der Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern. Im Jahr 2000 wurde die Holding gegründet und vereinte alle rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Schufa Gesellschaften unter einem Dach als AG. Der Einstieg ins Informationsgeschäft für Unternehmen stand im Jahr 2004 auf der Agenda und wird seitdem mit viel Passion und zahlreichen Auskünften betrieben. Seit 2005 können Verbraucher selbst bei der Schufa einsehen und den neuen Onlineauftritt zur Abrufung ihrer Informationen nutzen.

Das heutige Konzept der Schufa entstand aus einer Idee, wie man Ratenzahlungen oder Leasingangebote ohne das eigene Risiko für finanzielle Verluste realisieren und anbieten kann. Das sich aus diesem Konzept eine monopolstellende Wirtschaftsauskunftsaktei entwickelt, war den beiden ursprünglichen Berliner Gründern im Jahr 1927 noch nicht bekannt.

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Welchen Nutzen hat die Schufa?

Der Nutzen der Schufa begründet sich in der Sicherheit für Banken und Unternehmen im Bereich der Kreditvergabe, der Gewährung von Ratenzahlungen und beim Leasing oder Rechnungskauf. Sind Sie in der Lage aktuelle Verbindlichkeiten zu zahlen und sind Sie in der Vergangenheit in Punkto Zahlungsmodalität aufgefallen? 

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Diese Details erfährt ein Vertragspartner von der Schufa und nutzt seine Informationen für die Zustimmung oder Ablehnung Ihres Anliegens. Derzeit sind Daten von 66 Millionen Bundesbürgern bei der Schufa gespeichert, sodass Vermieter oder Verkäufer, Mobilfunkbetreiber und Geldinstitute alle notwendigen Informationen zum potenziellen Vertragspartner abrufen können. Die Schufa ist im digitalen Zeitalter zu einer wichtigen Instanz geworden, auch wenn die Abfrage Ihrer Daten einem Kredit beziehungsweise dem Kauf auf Rechnung oder einer Ratenzahlung entgegensteht. Der Nutzen beläuft sich primär auf Ihren Vertragspartner, da dieser durch eine Abfrage der Schufa erfolgsorientiert entscheiden und finanzielle Verluste eindämmen kann.

Da sich die Datensammlung der Schufa und Ihr daraus errechneter Schufa Score auf die Vergangenheit beziehen und für die Zukunft lediglich eine Prognose aufzeigen, ist der Nutzen für Sie als Verbraucher umstritten bis zweifelhaft. Weil Sie in der Vergangenheit einmal unpünktlich gezahlt oder mehrere Girokonten geführt haben, fühlen Sie sich mit einem schlechten Schufa Score und den damit verbundenen Einschränkungen Ihrer Bonität ungerecht behandelt. Für die Wirtschaft hingegen ist die Schufa Auskunft ein wichtiges Indiz bei Vertragsabschlüssen und dient der Gewinnung von Sicherheit auf finanzieller Ebene. Wenn Sie selbst wissen möchten, was die Schufa über Sie weiß und welche Daten in Ihrer Schufa Auskunft stehen, können Sie einmal im Jahr einen kostenlosen Abruf starten und sich über Ihre persönlichen Eintragungen in Kenntnis setzen. Das sollten Sie tun, da Sie nur so einen Einblick in eventuelle Gründe für eine Ablehnung bei Kreditanfragen oder den Ausschluss von Einkäufen auf Rechnung erhalten und wissen, warum ein Geschäftspartner entsprechend entschieden hat.

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Welche Daten werden bei der Schufa gespeichert und was ist deren Herkunft?

Die Schufa speichert alle Daten zu Verträgen und Verbindlichkeiten Ihrer Person. Während sich die Datensammlung früher primär aus Käufen auf Rechnung oder Krediten zusammensetzte, ist das Portfolio heute vielseitiger. Der Schufa ist bekannt, wie viel Girokonten oder Sparkonten Sie besitzen, wie viele Mobilfunkverträge Sie bereits abgeschlossen haben und bei welchen Banken Sie nach einem Kredit ersucht haben.

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Auch von Ihrem Energieversorger und dem Meldeamt erhält die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Informationen und weiß daher immer, wo Sie aktuell wohnen und von wem Sie Ihren Strom oder Gas beziehen. Derzeit arbeitet die Schufa mit rund 4.500 Vertragspartnern aus der Kreditwirtschaft und Vermietung, dem Handel und Versicherungen sowie Telefongesellschaften zusammen. Jede unpünktlich gezahlte Rechnung beeinträchtigt Ihren Schufa Score. Aber auch häufige Umzüge oder Arbeitsstellenwechsel, die Anmeldung in einer finanzschwach eingestuften Region oder Online Kreditanfragen finden in der Schufa Kartei über Ihre Person Verwendung und beeinflussen den Schufa Score nachhaltig. Ihre Zahlungsmoral gehört hingegen weitreichender Vermutungen nicht einmal zu den wichtigsten Daten im Register. Denn die Bewertung der Bonität erfolgt anhand des Scoring Verfahrens, in dem die Angaben zu Ihrer Person in Zahlen umgerechnet und in einem Wert zwischen 0 und 1.000 beziffert werden. Betrachten Sie die Schufa als den Geheimdienst der Kreditwirtschaft und Sie haben eine Bezeichnung gefunden, die anhand der Performance und der Auswirkung auf Ihr gesellschaftliches Leben zutrifft.

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Hat ein Haftbefehl Auswirkungen bei der Schufa?

Resultiert ein Haftbefehl aus der Nichterfüllung finanzieller Verbindlichkeiten, wird dieser in der Schufa vermerkt. Gleiches gilt auch, wenn Gläubiger aufgrund konstanter Nichtzahlung von Außenständen Ihrerseits die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung einfordern. Sowohl die eidesstattliche Versicherung wie der Haftbefehl bleiben in der Schufa gespeichert und schränken Ihre Bonität ein. 

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Zum Beispiel ergeht ein schufameldepflichtiger Haftbefehl, wenn Sie die Abgabe einer EV verweigern und nicht bereit sind, Auskünfte über Ihre finanzielle Situation zu machen und in den Augen Ihrer Gläubiger oder des Gerichtsvollziehers etwas zu verbergen haben. In der Aufforderung zur Abgabe des Offenbarungseides ist der Begriff Haftbefehl direkt erwähnt. Inkrafttreten wird dieser aber nur, wenn Sie der Aufforderung nicht nachkommen oder beispielsweise den Termin zur Abgabe versäumen. Auch wenn bei einem Haftbefehl ein Schufa Eintrag erfolgt und 3 Jahre im Register stehen bleibt, müssen Sie keine Fahndung wie beim klassischen Haftbefehl wegen einer Straftat befürchten. Folgenlos bleibt dieser Eintrag allerdings auch nicht, denn auf der Wohnungssuche oder beim Abschluss von Verträgen oder der Beantragung von Krediten, selbst bei der Eröffnung eines Girokontos kann ein Haftbefehl mit Schufa Eintrag zur sofortigen Ablehnung führen. In gleichem Maße wird auch die eidesstattliche Versicherung gewertet, die Ihre persönlichen finanziellen „Rahmenbedingungen“ spürbar einschränkt. Der Haftbefehl ist beim Amtsgericht vermerkt und somit durch die Schufa abrufbar. Wenn ein potenzieller Vertragspartner Ihre Schufa Daten abfragt, wird er bei eingetragenem Haftbefehl auch über diesen in Kenntnis gesetzt.

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Wie kann ich meine Daten bei der Schufa einsehen?

Der Abruf Ihrer eigenen Schufa Daten ist auf verschiedenen Wegen möglich. Am einfachsten ist eine Anmeldung in der Onlinepräsenz „Meine Schufa“, da Sie über diesen Bereich ganz einfach eine Anfrage nach Zusendung Ihrer Schufa Auskunft stellen können und diese postalisch erhalten. In der Regel erhalten Sie nach Bestellung der Auskunft eine Email mit einem Link, unter dem Sie Ihre Schufa Auskunft als Download sofort abrufen und einsehen können. 

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Rufen Sie Ihre Daten häufiger ab, können Sie bei der Schufa ein zu Ihnen passendes Paket mit kostenlosen Sonderleistungen buchen. Aber auch beim einmaligen Bedarf einer Schufa Auskunft im Jahr können Sie diese kostenlos anfordern und müssen nicht, wie es auf der Website der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung angegeben, einen von 24,95 Euro entrichten und der Schufa die Ermächtigung zur Lastschrift erteilen. Der kostenlose Abruf ist gut versteckt und für Erstbesucher im Schufa Onlineportal gar nicht so einfach zu finden. Wichtig ist, dass Sie bei der kostenpflichtigen Alternativbestellung nichts ankreuzen und so der Abbuchung des Betrags zustimmen.

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Was sind Schufa Fachbegriffe?

Als Laie sorgen einige Begriffe bei der Schufa für Unverständlichkeit. So fallen zum Beispiel die Bezeichnungen Schufa Score oder Basisscore sowie Score-Klasse und Ausfallwahrscheinlichkeit im Zusammenhang. Die Score-Klasse setzt sich aus der numerischen Errechnung Ihrer Zahlungsmoral und bisherigen Zuverlässigkeit zusammen, anhand der eine Prognose für Ihre zukünftige Ausfallwahrscheinlichkeit getroffen wird. 

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Bis zu einer Score-Klasse von 389 Prozent liegt Ihre prognostizierte und nicht immer den Tatsachenwahrheiten entsprechende Auswahlwahrscheinlichkeit bei 60% und wird somit bei jeder Bank zur Ablehnung einer Kreditanfrage führen. Liegen Sie hingegen in der Score-Klasse mit einer Einstufung von über 490% vorn, beträgt das von der Schufa errechnete Ausfallrisiko lediglich 2% und Sie sind ein gerne gesehener und freundlich behandelter Vertragspartner und Kreditnehmer.

Ein weiterer Fachbegriff der Schufa ist die Bonitätsauskunft. Die Bonitätsauskunft unterscheidet sich von Ihrer Selbstauskunft bei der Schufa und dient dazu, das sich ein Unternehmen Einblicke in Ihre Zuverlässigkeit bei Bezahlungen und dem Umgang mit Verbindlichkeiten verschaffen kann. In der Selbstauskunft zur persönlichen Verwendung finden Sie alle Daten, während die Bonitätsauskunft nur relevante Daten im Zusammenhang mit dem Abruf und dem Interesse des anfragenden Unternehmens enthält. Sie dient ausschließlich der Ermittlung Ihrer Zahlungsfähigkeit und lässt persönliche oder irrelevante Daten außen vor. Für Verwunderung sorgen positive Schufa Einträge, da die Schufa generell mit negativen Eintragungen in Verbindung gebracht wird. Doch zu den Fachbegriffen der Schufa gehören sowohl der positive wie der negative Schufa Eintrag. Positive Einträge werden zum Beispiel erstellt, wenn Sie ein Girokonto eröffnen oder eine Kreditkarte beantragen und diese erhalten. Ein positiver Eintrag wirkt sich positiv auf Ihre Kreditwürdigkeit und den Schufa Score aus.

Anders verhält es sich bei negativen Einträgen, die aus nicht beglichenen Verbindlichkeiten oder geplatzten Schecks und Rückbuchungen von Lastschriften resultieren. Hingegen wird eine etwas später bezahlte Rechnung nicht bei der Schufa gemeldet und nimmt somit auch keinen Einfluss auf Ihren Schufa Score. Unregelmäßigkeiten und Säumigkeit in Ihrem Zahlungsverhalten verschlechtern den Score und werden dann zum Problem, wenn Sie einen Kredit beantragen oder anderweitig ein Geschäft auf Vertrauensbasis abwickeln möchten.

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Was sagen der Schufa Score und das Schufa Ranking aus?

Alle Zahlen und Fakten bei der Schufa dienen dazu, Ihre Kreditwürdigkeit zu ermitteln und Auskunft darüber zu erteilen. Die Ermittlung Ihres persönlichen Wertes und der Prognosen für die Zukunft basiert auf drei Säulen. 

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Säule 1 ist der Score-Wert zwischen 0 und 1.000. Bei einem Score-Wert von 0 sind Sie nicht kreditwürdig und bei einem Score-Wert von 1.000 stehen Ihnen alle Chancen offen. In der Realität liegt Ihr Wert irgendwo dazwischen und tendiert zu einer der beiden Seiten. Als zweite Säule stützt sich die Schufa auf den Rankingfaktor der mit A bis P ausgewiesen ist. A gilt als höchste Stufe im Ranking und bescheinigt Ihnen hohe finanzielle Sicherheit und dem Kreditgeber eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit. Auch die dritte Säule nimmt Einfluss auf Ihre Geschäftsfähigkeit und wirkt sich auf die Vergabe von Krediten oder den Abschluss von Verträgen aus. Säule 3 steht für die Erfüllungswahrscheinlichkeit und ermittelt eine Prognose anhand Ihrer Vergangenheit und Ihrem Umgang mit Zahlungen und der Erfüllung von Verbindlichkeiten gegenüber Vertragspartnern wie Banken, Vermietern, Energieversorgern oder Händlern. Die Erfüllungswahrscheinlichkeit wird in Werten von 0 bis 100 in Prozent angegeben und bescheinigt Ihnen mit 100 als höchste Stufe maximale Kreditsicherheit. Ob Sie einen Kredit erhalten oder die gewünschte Wohnung bekommen, hängt mit allen drei Werten zusammen und basiert somit auf einer Berechnung des Scores, der Risikowahrscheinlichkeit und des Ranking Faktors anhand der Daten in der Schufa.

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Was tun bei falschen Schufa Einträgen?

Bei der Schufa verwalten rund 800 Mitarbeiter eine Menge von über 440 Millionen Daten. Aufgrund des hohen Datenaufkommens ist es keine Seltenheit, dass ein Schufa Eintrag falsch und zu Unrecht in Ihrer Akte vermerkt ist. 

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Fehler im System entstehen durch die nicht in jedem Fall vollständige Prüfung gemeldeter Daten und wirken sich nachteilig auf Ihre Performance beim Abschluss von Verträgen oder dem Wunsch nach einem Kredit aus. Bei falschen Schufa Einträgen besteht dringender Handlungsbedarf, sodass Sie die einmal jährliche kostenlose Einsicht unbedingt vornehmen sollten. Die Korrektur von Falscheinträgen können Sie telefonisch oder schriftlich in Auftrag geben. Kontaktaufnahmen per Email bleiben unberücksichtigt und ziehen keine Abänderung Ihrer Eintragungen nach sich.

Treten Sie nicht nur mit der Schufa, sondern auch mit dem jeweiligen Unternehmen in Kontakt und verlangen eine Änderung der fehlerhaften Daten. Vorteilhaft ist es, wenn Sie Beweise erbringen und plausible Nachweise vorlegen können. Zu den häufigsten Falscheintragungen gehören längst abgegoltene Rechnungen aus Mahnbescheiden oder Inkasso Beitreibungen, die vom Gläubiger nicht als abgegolten vermerkt und bei der Schufa angezeigt wurden. Reagiert ein Unternehmen nicht auf Ihre Aufforderung oder die nach Ihrer Kontaktaufnahme zur Schufa erforderliche Rückmeldung, können Sie im Zweifelsfall einen Rechtsanwalt beauftragen oder sich für einen Ombudsmann zur Schlichtung der Angelegenheit entscheiden. Die Behebung fehlerhafter Einträge ist nicht nur bei einem sonst positiven Score wichtig, sondern sollte generell erfolgen und wirkt sich immer bonitätssteigernd und somit vorteilhaft für Ihre Zukunft aus.

Warten Sie nicht, bis die Einträge automatisch gelöscht und aus dem System entfernt werden. Mit Falscheintragungen müssen Sie nicht leben und können Ihre Chance nutzen, eine Regulierung zu verlangen und sich dabei auf die Tatsachen berufen.

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Wann werden Schufa Einträge gelöscht?

Nach einem gewissen Zeitraum werden alle Einträge bei der Schufa gelöscht, sodass Sie nicht langjährig für in der Vergangenheit begangene „Fehler“ bestraft werden. Der Zeitintervall hängt von verschiedenen Faktoren ab und beruft sich obendrein auf die Summe, um die es in der Grundlage für den Eintrag ging.

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Bei Kündigung von Girokonten erfolgt die Löschung der Eintragung umgehend, während eine Kreditanfrage etwa 1 Jahr in der Schufa bestehen bleibt. Bei vollständig getilgten Krediten bleibt der Eintrag für einen Zeitraum von 3 Jahren stehen und wird mit dem Vermerk erledigt gekennzeichnet. Gleiches gilt für anderweitige negative Einträge, die ebenfalls 3 Jahre in der Schufa stehen und in diesem Zeitraum bei allen Abfragen einsehbar sind. Bei unerledigten Negativdaten bleibt der Eintrag ein Jahr länger bestehen und bei Forderungen mit einem erwirkten Titel kann die Löschung sogar verhindert werden und langfristig in der Schufa ersichtlich sein. Werden Daten vom Amtsgericht eingeholt und in der Schufa vermerkt, liegt die Dauer der Eintragung bei 3 Jahren. Nur das Amtsgericht selbst kann eine frühere Löschung in die Wege leiten, wenn sich zum Beispiel die Verbindlichkeit erledigt und der säumige Zahler seine Außenstände früher als vereinbart beglichen hat. Schulden minderjähriger Personen werden nach der Begleichung umgehend gelöscht und verbleiben nicht mit einer längeren Frist im Register.

Die frühere Löschung von Einträgen in der Schufa ist in Ausnahmefällen möglich und bietet vor allem Verbrauchern mit einem vorübergehenden Zahlungsproblem die Möglichkeit, nicht länger als notwendig mit den Repressalien der negativen Einträge leben zu müssen. Eine frühzeitige Löschung kann bei Forderungen unter 2.000 Euro, Forderungen ohne Titel zur Vollstreckung, sowie bei Forderungen die binnen 6 Wochen nach ihrer Meldung bei der Schufa beglichen wurden und bei allen Meldungen nach dem 01.07.2012 erfolgen. Kurzfristige finanzielle Engpässe müssen demnach nicht zu einem langfristigen Problem werden und lassen sich beheben, wenn Sie Wohlverhalten zeigen und Ihre Verbindlichkeiten umgehend begleichen.

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Was ist die Schufa-Klausel?

Bei der Schufa-Klausel handelt es sich um eine Maßnahme von Unternehmen, die als Vertragspartner gewählt werden und sich vor der Zustimmung zum Vertrag absichern möchten. Sie beinhaltet die Genehmigung zur Abfrage der Schufa Daten und wird von Ihnen erlaubt, sobald Sie einen Vertrag mit dementsprechend enthaltener Formulierung unterzeichnen oder online abschließen. 

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Da die Schufa-Klausel schon Gegenstand zahlreicher Gerichtsverhandlungen war und in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr verwendet werden darf, wurde auf eine Umformulierung der Klausel gesetzt. Heute dürfen Unternehmer nicht mehr nach Ihren vollständigen Daten fragen und persönliche Auskünfte zu Ihrer Person von der Schufa erfragen. Die Bonitätsauskunft für Unternehmen und Banken beläuft sich lediglich auf die Daten, die in Ihrem Fall und im jeweiligen Vertrag von Belang und somit für den Unternehmer relevant sind. Stimmen Sie der Schufa-Klausel nicht zu, darf ein Vertragspartner keine Auskünfte von der Schufa einfordern und gegen Ihren Willen handeln. Dies hat allerdings zur Folge, dass sich viele Vertragspartner gegen einen Abschluss mit Ihnen entscheiden und den beantragten Kredit absagen oder Ihnen die Ratenzahlung verwehren.

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Was ist von schufafreien Krediten zu halten?

Immer häufiger ist von Krediten ohne Schufa Auskunft die Rede und dieses Angebot klingt verlockend, wenn Sie um Ihren schlechten Score wissen oder in der Vergangenheit nicht zuverlässig in der Bezahlung von Verbindlichkeiten waren. Doch ganz ohne Risiko können Sie den sogenannten Schweizer Kredit nicht aufnehmen, da es einige schwarze Schafe unter den Anbietern und somit einige unvorhersehbare Probleme in der Abwicklung gibt. 

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Der Kredit ohne Schufa wird nicht ohne die Hinterlegung entsprechender Sicherheiten vergeben und da Ihre Bonität zur Absicherung ausgeschlossen ist, sind höhere Zinsen oder eine Bürgschaft beziehungsweise die Überschreibung von kapitalbildenden Versicherungen und Sachwerten die Folge. Ein Kredit ohne Schufa Auskunft kann teuer werden und über viele Jahre für Nachteile sorgen. Zum Beispiel kann ein Gehaltsnachweis angefordert und mit einer Gehaltsabtretung kombiniert werden, wenn Sie den vereinbarten Zahlungen nicht nachkommen und beim Kreditgeber in Außenstände geraten. Zusatzgebühren und der effektive Jahreszins, die Ratenhöhe und Schnelligkeit der Auszahlung sowie die Laufzeit und Ihre flexiblen Möglichkeiten für Sondertilgungen oder Stundungen sollten verglichen und präzise in Augenschein genommen werden.

Kredite ohne Schufa kommen mit verlockenden Angeboten und sind auch für Arbeitsuchende oder Selbstständige und Freiberufler nicht unmöglich. Da hier kein Gehaltsnachweis erbracht und somit auch keine Sicherheit über eine Gehaltsabtretung gefordert werden kann, sind die Zinsen oftmals noch höher und die Inanspruchnahme einer Bürgschaft zwingend notwendig. Alternativ können Wertgegenstände oder Sachwerte beliehen und bei Nichtzahlung vom Kreditgeber in Besitz genommen werden. Auf den ersten Blick lassen sich seriöse Anbieter nicht von unseriösen Kreditgebern unterscheiden, was die Auswahl erschwert und viel Know How im Vergleichen und Prüfen der einzelnen Angebote erfordert. Auch bei eiligem Geldbedarf ist ein Kredit ohne Schufa nicht immer eine Lösung, wenn er sich nicht mit den realen finanziellen Möglichkeiten kombinieren und problemlos tilgen lässt. Seriöse Geldgeber ohne Fokus auf die Schufa Auskunft können Sie über Stiftung Warentest und durch Rezensionen anderer Verbraucher mit finden und in allen wichtigen Kriterien in Gegenüberstellung betrachten.

Achten Sie beim Kredit ohne Schufa Auskunft vor allem darauf, dass der Anbieter keine erfolgsunabhängige Gebühr in Vorkasse verlangt und Sie Geld bezahlen lässt, ohne dass es eine Aussicht auf Erfolg und die Zustimmung zum Kredit gibt. In diesen Fällen handelt es sich meist um Betrüger, von denen Sie nach der Begleichung der Gebühr nie wieder etwas hören oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Ablehnung erhalten. Auch bei Krediten die vollständig ohne Absicherung Ihrerseits vergeben werden ist Vorsicht geboten. Kein Geldgeber geht dieses Risiko ein, wenn er mit seriöser Praktik arbeitet und keine Ihnen zum Zeitpunkt der Unterschrift unbekannten und unseriösen Machenschaften tätig wird. Ungenauer oder gar nicht vorhandener Datenschutz im Vertrag sollten Sie in jedem Fall von einem Abschluss absehen und skeptisch werden lassen. Verlangt ein Kreditgeber eine Gegenleistung in Form zusätzlicher Verträge, beispielsweise für eine Versicherung oder eine Mitgliedschaft bei einer Institution, geht es diesem Anbieter nicht um die Kreditvergabe sondern um ein Schneeballsystem auf Provisionsbasis. Hier kann es passieren, dass Sie den Kredit nie erhalten und dennoch in Verträgen gefangen sind, die Sie ohne anwaltliche Unterstützung nicht vor Ablauf der Vertragsfrist auflösen können.

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Wann ist einen Umschuldung möglich?

Wenn Sie Verbindlichkeiten bei verschiedenen Gläubigern haben und mehr Transparenz in Ihren monatlichen Zahlungen wünschen, kann eine Umschuldung sinnvoll und zielführend sein. Ein Ratenkredit kann die zahlreichen kleinen Beträge an verschiedene Händler koppeln und dafür sorgen, dass Sie allen Forderungen gerecht werden und nicht mehr Zinsen als nötig zahlen. 

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Die Verzinsung bei verschiedenen Ratenverträgen oder Leasingverträgen kann für eine Doppelung der Kaufpreise sorgen und Ihnen am Ende mehr Kosten als Nutzen verursachen. Wenn Sie eine Umschuldung nutzen, können Sie dank der günstigen Zinssätze aktuell sparen und vermeiden, dass Sie mehr als nötig bezahlen und sogar in Zahlungsschwierigkeiten durch die vorhandene Unübersichtlichkeit kommen. Bei starren Zinsen sind auch Kredite mit längerer Laufzeit eine Möglichkeit zur effektiven und günstigen Umschuldung. Durch die veränderte Marktlage und den aktuellen Niedrigzins werden Kredite von Banken günstiger vergeben und somit eine neue Basis geschaffen, die Umschuldung als gute Alternative zur Tilgung mehrerer Verbindlichkeiten zu betrachten. Sie zahlen fortan nur noch an eine Stelle und können bei einer längeren Laufzeit kleine und problemlos zu begleichende Monatsraten vereinbaren.

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Was ist bei einer Umschuldung zu beachten?

Die Umschuldung ist nicht ganz ohne zusätzliche Kosten möglich. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich im Vorfeld über eventuelle Vorfälligkeitsentschädigungen bei Ihren bisherigen Kreditgebern erkundigen und die Höhe der Bearbeitungsgebühren in Erfahrung bringen. Kosten entstehen sowohl bei der Auflösung bestehender Kredite wie bei der Aufnahme eines neuen Kredits. Die Gegenüberstellung der bisherigen und aktuellen Verbindlichkeiten mit dem Kredit für die Umschuldung ist sinnvoll und führt dazu, dass Sie nicht am Ende mehr als bisher zahlen und durch Ihre geplante Vergünstigung der Tilgung Mehrkosten in Kauf nehmen und am Ende eine größere Summe entrichten müssen.

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Bei Krediten mit langer Laufzeit können Sie von einer Vorfälligkeitsentschädigung von 1% der noch offenen Kreditsumme ausgehen. Beträgt die Laufzeit weniger als 1 Jahr, gewähren Ihnen die meisten Banken einen Zinssatz von 0,5% für die Vorfälligkeit. Lediglich bei flexiblen Krediten mit möglicher Sondertilgung im Vorfeld bleibt die Entschädigung des Kreditgebers aus und Sie müssen keinen Aufpreis für die frühere Aufhebung des Vertrags entrichten. Die Bearbeitungsgebühr ist ein fester Bestandteil Ihrer frühzeitigen Kündigung und muss somit in die Kosten für eine Umschuldung einfließen. In den meisten Fällen wird die Bearbeitungsgebühr zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme fällig und ist von Ihnen zum vollen Teil bereits bezahlt. Eine Rückerstattung durch die Bank ist ausgeschlossen und erweist sich als Nachteil, wenn die Gebühr in einer durchschnittlichen Höhe von 3% der Kreditsumme bereits bezahlt wurde. Wenn Sie beim neuen Kreditgeber ebenfalls 3% der Kreditsumme für die Bearbeitung bezahlen sollen und beim bisherigen Geldgeber den gleichen prozentualen Anteil bereits entrichtet haben, kann eine Umschuldung im Zweifelsfall nicht lohnenswert sein.

Bringen Sie alle Kosten und Gebühren in Erfahrung und rechnen sich aus, ob Sie durch die Umschuldung sparen oder im Endeffekt eine höhere Summe als bei der Tilgung Ihrer Einzelverbindlichkeiten zahlen. Vergleiche und die Einholung verschiedener Bankangebote kann sich lohnen und Ihnen die Chance auf eine günstige vorteilhafte Umschuldung verschaffen.

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Wie ist Ablauf einer erfolgreichen Umschuldung?

Haben Sie die Umschuldung für sinnvoll erachtet und möchten die laufenden Verbindlichkeiten in einer Summe zusammenfassen, sollten Sie sich auf folgenden Ablauf konzentrieren.

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Holen Sie sich Vergleiche ein und prüfen genau, ob Sie am Ende sparen oder mehr als eigentlich gewünscht bezahlen. Dabei spielen nicht nur die Zinsen für Ihren neuen und aktuellen Kredit, sondern sämtliche durch die Umschuldung entstehenden Kosten eine wichtige Rolle. Prüfen Sie die Konditionen für Sondertilgungen oder eine vorübergehende Zahlpause und lassen Sie sich persönlich von Ihrem favorisierten Kreditgeber beraten. Die Umschuldung bestehender Kredite setzt voraus, dass Sie den Zweck der Kreditaufnahme darlegen und die Umschuldung erwähnen. Der gewählte Kreditgeber holt eine Auskunft bei der Schufa ein und setzt sich über Ihre aktuellen Verbindlichkeiten und weitere relevante Daten in Kenntnis. Auch Ihr Einkommen fließt in die Abwicklung ein und liegt der monatlichen Belastungshöhe in der Tilgung zugrunde. Bei sehr vielen Einträgen in der Schufa ist es nicht ungewöhnlich, dass der Kreditgeber ablehnt und Ihrem Wunsch zur Umschuldung nicht zustimmt. Alternativ zum zweckgebundenen Kredit können Sie auch eine Umschuldung ohne Verwendungszweck des Geldes vornehmen und einen Kredit beantragen, über den Sie frei verfügen und den Sie ohne Darstellung der Verwendung erhalten können.

Eine zu Ihrem Einkommen und den finanziellen Möglichkeiten passende Monatsrate ist von Vorteil. Bei einem kleinen Kredit empfiehlt sich eine kurze Laufzeit, da diese mit günstigeren Zinsen einhergeht und Ihre Verbindlichkeiten überschaubar hält. Eine realistische Einschätzung Ihres Einkommens ist ratsam und bildet die Grundlage für eine Umschuldung, durch die Sie nicht in finanzielle Schwierigkeiten gelangen und einen Negativeintrag bei der Schufa begünstigen.

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Privatinsolvenz – Ein Weg aus den Schulden

Wenn Sie mit unüberschaubaren Schulden leben und keinen Weg aus der Situation sehen, kann die Privatinsolvenz der letzte und sinnvollste Schritt für ein schuldenfreies Leben sein. Jeder Bundesbürger kann eine Privatinsolvenz beantragen und sich diesbezüglich Hilfe bei der Schuldnerberatung einholen.

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Selbstständige oder Freiberufler erhalten bei der Schuldnerberatung keine kostenlose Auskunft, sondern sollten sich auf einen spezialisierten Rechtsanwalt oder direkt auf einen Insolvenzverwalter berufen. Bei der Privatinsolvenz ist die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Schritte wichtig. Dazu gehört auch, dass eine Beratung im Vorfeld als Grundlage der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens dient. Alle vorhandenen Schulden und offenen Rechnungsposten müssen korrekt aufgelistet und mit Belegen untermauert werden. Die Unterschlagung von Posten, auch wenn diese aus Versehen und im Zuge des Vergessens passiert, wirkt sich nachteilig auf die Insolvenz aus und kann das Verfahren gefährden. Weiter gilt zu beachten, dass Sie in der Privatinsolvenz nur Schulden einfließen lassen können, die vor Eröffnung des Verfahrens entstanden sind.

Kennen Sie die genaue Schuldenhöhe nicht, setzen Sie sich mit den Gläubigern in Verbindung und fordern eine korrekte Auflistung Ihrer Außenstände an. Nachdem Sie die Beratung in Anspruch genommen und die Auflistung erstellt und eine eidesstattliche Versicherung abgelegt haben, wird sich ein Insolvenzverwalter um Ihr Anliegen kümmern und mit den Gläubigern in Kontakt treten. In erster Linie versucht dieser, Ihnen eine außergerichtliche Einigung zu ermöglichen und mit den Gläubigern über Ratenzahlungen oder einen Vergleich zu verhandeln. Die Gläubiger erhalten einen Schuldenbereinigungsplan, dessen Inhalt mit Ihnen abgestimmt und gemeinsam verfasst wurde. Sie haben Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Raten und können auf die Kompetenz des Schuldnerberaters vertrauen, sodass dieser in der Regel eine Vergünstigung für Sie erwirkt und durch die Kommunikation mit den Gläubigern eine weitere Erhöhung der Schuldsumme vermeiden kann. Der Schuldenbereinigungsplan zur außergerichtlichen gütigen Einigung wird nur gültig, wenn alle Gläubiger ihr Einverständnis erklären und das Angebot des Insolvenzverwalters, des Rechtsanwalts oder Schuldnerberaters akzeptieren. Lehnt nur ein Gläubiger ab, gilt die außergerichtliche Einigung als gescheitert und das zuständige Insolvenzgericht wird eingeschaltet.

Im Gegensatz zur außergerichtlichen Einigung muss beim gerichtlichen Verfahren nicht jeder Gläubiger zustimmen. Wenn die Hälfte der Gläubiger mit dem Schuldenbereinigungsplan einverstanden ist und Sie als Schuldner zuverlässig wie vereinbart zahlen, muss kein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Scheitert der Schuldenbereinigungsplan, wird das Verfahren eröffnet und als letzter Schritt in ein schuldenfreies Leben in die Wege geleitet. Im Insolvenzverfahren übernimmt ein Treuhänder die Verwaltung Ihres Budgets und errechnet, welcher Betrag monatlich an die Gläubiger aufgeteilt werden kann. Sie behalten Ihren Mindestbehalt laut Pfändungsfreigrenze und zahlen jeden weiteren Betrag an Ihre Gläubiger. Wertgegenstände und pfändbare Sachwerte fließen in die Insolvenzmasse ein und werden zur Begleichung der Schulden veräußert. Die Privatinsolvenz wird mit 6 Jahren anberaumt und obliegt einer Restschuldbefreiung die nach diesem Zeitraum greift. Schulden Sie Sie trotz Wohlverhalten in der Insolvenz nicht tilgen konnten und die aufgrund des bei Ihnen pfändbaren Gehalts nicht zu begleichen sind, erlöschen nach 6 Jahren und spielen in Ihrem neuen schuldenfreien Leben keine Rolle mehr.

Bei der Privatinsolvenz ist es wichtig, dass Sie sich strikt an die Regeln und Auflagen des Insolvenzverfahrens halten. In regelmäßigen Abständen wird Sie ein Insolvenzverwalter oder der zuständige Gerichtsvollzieher aufsuchen und sich vor Ort ein Bild von Ihrer finanziellen Situation und Ihrem Verhalten im Insolvenzzeitraum machen. Wichtig ist, dass Sie während der Privatinsolvenz keine neuen Schulden anhäufen und bei Arbeitslosigkeit nachweisen, dass Sie sich redlich um Arbeit bemühen und die Regeln der Privatinsolvenz anerkennen. Die Privatinsolvenz erzeugt eine Eintragung in der Schufa und bleibt nach den 6 Jahren Insolvenzfrist weitere 3 Jahre in Ihren Akten stehen. Auch ein abgelehnter Antrag auf Privatinsolvenz wird der Schufa gemeldet und beinhaltet eine 5-jährige Eintragung. Die Privatinsolvenz ist ein direkter Weg aus den Schulden, wobei Sie eine lange Zeit in Kauf nehmen und sich mit dem Mindestbehalt Ihres Einkommens abfinden müssen. Während dem Zeitraum der Insolvenz können Sie keine Kredite aufnehmen und nur bedingt Verträge abschließen, nicht in Raten zahlen oder auch keine Einkäufe auf Rechnung tätigen. Wenn eine außergerichtliche Einigung mit Schuldenbereinigungsplan nicht möglich ist oder Sie die Außenstände ohne eine Privatinsolvenz in keinem Fall tilgen können, sollten Sie sich nicht vor dem Verfahren scheuen und diese Möglichkeit als Weg in ein neues Leben ohne unüberbrückbare finanzielle Schwierigkeiten betrachten.

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Fazit:

Kaum eine Institution ist gerade unter Verbrauchern so umstritten wie die Schufa. Für Unternehmer und Banken ist die Wirtschaftsauskunftsaktei ein hilfreiches Stilmittel, durch das Sie als Verbraucher in Ihrer Zahlungsmoral und Ihrem finanziellen Status geprüft werden können. Sie haben einmal jährlich das Recht auf eine kostenlose Schufa Auskunft und können diese direkt über die Website der Schufa beantragen. Nutzen Sie die Option und setzen sich jährlich über eventuelle Falscheintragungen oder vergessene Löschungen von beglichenen Verbindlichkeiten in Kenntnis, sodass Sie jederzeit im Bild über Ihre Bonität und die damit einhergehende Kreditwürdigkeit sind. Auch wenn es unterdes zahlreiche Kredite ohne Schufa Auskunft gibt, sollten Sie diese Angebote mit Vorsicht betrachten und lieber dafür sorgen, dass Ihre Schufa einen besseren Score erhält und die Kreditwürdigkeit im offiziellen Rahmen wiederhergestellt wird. Bei zahlreichen Verbindlichkeiten kann eine Umschuldung eine effektive Möglichkeit zur Ersparnis und günstigeren Zinsen sein. Um die zu erhalten, müssen Sie ebenso wie beim Abschluss von Mietverträgen oder bei Vertragsabschlüssen mit Versicherungen und Telekommunikationsunternehmen einer Schufa Auskunft zustimmen und Einblicke in für den Vertragspartner relevante Daten gewähren. Übersteigen die Schulden Ihre finanziellen Möglichkeiten und werden zur Lebensbelastung, ist die Privatinsolvenz der finale Schritt in ein Leben ohne Schulden und tägliche Sorgen.

Die Schufa
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